#003: Psychosoziale Unterstützung im Krankenhaus neu denken

Shownotes

Psychosoziale Unterstützung im Krankenhaus – Begleitung in belastenden Situationen Krankenhäuser sind Orte, an denen Menschen mit Krankheit, Unsicherheit, Angst und manchmal auch mit existenziellen Krisen konfrontiert sind. Neben medizinischer Behandlung braucht es in solchen Situationen oft auch psychosoziale Unterstützung – Orientierung, Stabilisierung und Begleitung. In dieser Folge sprechen wir mit Hanna Batzoni, Sprecherin des DIVI-Netzwerks Klinische Krisenintervention, über die Bedeutung psychosozialer Unterstützung im Krankenhaus. Wir schauen gemeinsam darauf, was klinische Krisenintervention konkret bedeutet, für wen sie wichtig ist und warum sie nicht als Zusatz, sondern als Bestandteil guter Versorgung verstanden werden sollte. Außerdem sprechen wir über Belastungen im Klinikalltag, bestehende Versorgungslücken und darüber, wie gute psychosoziale Unterstützung strukturell verankert werden kann.

In dieser Folge sprechen wir unter anderem über:

  • was psychosoziale Unterstützung im Krankenhaus konkret bedeutet
  • den Unterschied zwischen Krisenintervention und Psychotherapie
  • Belastungssituationen für Patientinnen und Patienten, Angehörige und Mitarbeitende
  • aktuelle Versorgungslücken in Krankenhäusern
  • wie gute psychosoziale Unterstützung im Klinikalltag aussehen kann
  • die Rolle von Vernetzung und struktureller Verankerung
  • die Arbeit des DIVI-Netzwerks Klinische Krisenintervention

Unser Gast Hanna Batzoni ist im Bereich klinische Krisenintervention und psychosoziale Unterstützung im Krankenhaus tätig und engagiert sich als Sprecherin des DIVI-Netzwerks Klinische Krisenintervention für die Weiterentwicklung und Sichtbarkeit dieses wichtigen Versorgungsbereichs.

Mythos oder Fakt: „Psychosoziale Unterstützung im Krankenhaus ist wichtig, aber kein zentraler Teil von Versorgung.“ Antwort: Mythos Gute Versorgung umfasst nicht nur Diagnostik und Therapie, sondern auch Begleitung, Orientierung und Unterstützung in belastenden Situationen.

Literatur: The Economic Implications of Psychosocial Peer Support for Health Workers in German Hospitals - PubMed – open access https://www.divi.de/sektionen/perspektive-resilienz?view=article&id=519&catid=10 – unsere Netzwerk Homepage (hier gibt es auch noch ein, zwei Veröffentlichungen) https://www.divi.de/pressemeldungen/pm-in-sechs-schritten-zur-implementierung-eines-klinischen-kriseninterventionsteams-divi-veroeffentlicht-empfehlungen - die sechs Schritte inkl. weiterführendem Link Auch für die klinische Notfallmedizin: Implementierung eines klinischen Kriseninterventionsteams | Notfall + Rettungsmedizin | Springer Nature Link – müsste auch open access sein; ansonsten bitte melden 😊 Klinische Krisenintervention (KKI) in zentralen Notaufnahmen deutscher Universitätskliniken – eine bundesweite Evaluationsstudie | Notfall + Rettungsmedizin | Springer Nature Link – ebenfalls open access Thieme E-Journals - Das Gesundheitswesen / Abstract – Scoping Review (muss aber nicht; ist ja eh schon viel Info)

Mach mit Du hast Fragen, Themenideen oder Erfahrungen, die wir in einer der nächsten Folgen aufgreifen sollen? Dann melde dich gerne bei uns. 📧 podcast@care4you.team

Transkript anzeigen

00:00:15: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von careforyou.team-schön, dass du wieder mit dabei bist!

00:00:22: Hallo und auch herzlich Willkommen von mir heute.

00:00:25: zu einer ganz besonderen Folge würde ich sagen Georg oder?

00:00:29: Ja auf jeden Fall wir freuen uns sehr darüber.

00:00:31: Heute bei uns.

00:00:33: Hanna Bazzoni Schön das Du da bist.

00:00:37: Hallo schön dass ich dabei sein darf.

00:00:39: Hallo Hanna Von wo aus haben wir dich hier online zugeschalten?

00:00:44: zu unserer Aufnahme

00:00:45: Ich sitz gerade in Neuburg an der Donau.

00:00:49: In Bayern, genau!

00:00:50: Wunderbar und wir sehen's.

00:00:52: ihr könnt es nicht sehen, ihr könnt nur hören bei Hannah scheint die Sonne ist so wie bei uns wunderbares Wetter.

00:00:58: Genau,

00:00:58: super schönes Wetter

00:00:59: Klasse.

00:01:01: ja hannah und wir sprechen mit dir gemeinsam heute über ein besonderes Thema nämlich das Thema dass wir hier im Podcast so regelmäßig haben die psychosoziale Unterstützung im Krankenhaus

00:01:13: Also die Frage, wie können Menschen in belastenden Situationen in der Klinik gut begleitet werden?

00:01:17: Und was braucht es?

00:01:18: eben das unterschiedliche Zielgruppe in dieser Begleitung Patientinnen und Patienten zum Beispiel an und zu gehörige oder auch Mitarbeiter, den nichts allein bleiben.

00:01:27: Meines Erachtens ein super wichtiges Thema und ich finde es total schön Georg dass wir das heute zu dritt besprechen dürfen und die Hanna dabei haben.

00:01:35: Ja aber bevor wir loslegen machen wir denn den Standard check-in würde ich sagen Unser Standard-Check in wäre so eine ganz kurze Frage.

00:01:44: Wie geht es uns denn?

00:01:45: Und ja, die Frage geht jetzt als erstes an dich.

00:01:49: Liebe Hannah wie geht's dir denn in drei Worten?

00:01:54: Mir geht super gut!

00:01:57: Das klingt gut, Hannah.

00:01:58: Georg, wie gehts dir dann?

00:01:59: In drei Wortn das ist kompliziert.

00:02:02: Na ich würde sagen wir hatten ja letztens mal aufgenommen.

00:02:04: Anna für dich vielleicht zur Info am Abend.

00:02:06: Ja das war irgendwie nicht so.

00:02:07: der Knaller Folge eins, es war am Morgen.

00:02:09: Da waren wir irgendwie fresher und vorhin zweiter waren wir so ein bisschen lame.

00:02:13: Heute geht's mir gut!

00:02:14: Auf jeden Fall bei mir steht Spoiler Kindergeburtstag heute noch auf dem Programm.

00:02:19: Das heißt ich bin doch ein bisschen angespannt vielleicht wie bei der klinischen Krisenintervention.

00:02:23: Martin bei dir?

00:02:25: Ja ich habe jetzt nicht mitgezählt aber das waren deutlich mehr als drei Worte würde ich aber sagen durchaus nachvollziehbar.

00:02:31: wenn Kinder Geburtstag entsteht dann dürfen auch mal paar Mehrworte sein.

00:02:35: Ich probiere es mal.

00:02:37: Na ja, guter Moment!

00:02:39: Frische Gedanken.

00:02:40: Ich freue mich.

00:02:42: Es waren auch mehr.

00:02:46: Naja dritte Folge erster Gast heute erste Expertin in der Folge.

00:02:50: Hanna wir würden nicht ganz kurz vorstellen natürlich nur so eine random Vorstellung und du darfst das gerne natürlich gerne ergänzen.

00:02:58: wichtige Meilenstein Wir wissen gar nicht so.

00:03:00: also wir kennen uns natürlich schon drum die Basics am Start aber gerne ... dann noch ergänzen oder so ein bisschen deine Laufbahn darstellen.

00:03:08: Hannah, du bist an der Hochschule München... ...wissenschaftliche Mitarbeiterin und du bist Doktorandin in so einem Kooperationsprojekt,... ...Forschungsprojekt an der Uni Augsburg und an der... ...Hochschule München und du forscht zum Thema Klinische Krisenintervention.

00:03:25: Ich mache das mal ganz basic zum aktuellem Stand in Deutschland sowie der... Ja, wie so der aktuelle Status ist bei diesem noch.

00:03:33: Ich würde sagen, kann man sicher auch noch drauf in der Folge von diesem jungen Feld relativ in Klinik.

00:03:39: Aber du hast noch so ein wissenschaftlichem Background als Advanced Practice Nurse.

00:03:46: im Masterschulengang bist du glaube ich auch noch dozentin.

00:03:49: Erzähl doch uns so ein bisschen was Hannah!

00:03:50: Was machst Du so?

00:03:53: Im Alltag?

00:03:56: Ja genau, es war schon vieles der Richtige dabei.

00:03:58: Ich bin eigentlich grundständig Gesundheits- und Krankenpflegerin.

00:04:00: Ich habe damals Pflege-Dual studiert, habe dann berufsbegleitend eben mein Master Advanced Practice Nursing gemacht an der Hochschule und bin jetzt so seit sechs Jahren wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule München bis dreiundzwanzig tatsächlich auch immer noch berufst begleitet mit dem klinischen Kontext.

00:04:17: Ich bin jetzt in der Forschung und Lehre verortet, also ich unterrichte im primär qualifizierenden Bachelorstudiengang, im Masterstudiengang Advanced Nursing Practice.

00:04:25: Und ich forsche zu ganz vielen verschiedenen Themen im Bereich Gewaltpräventionen, Organisations- und Personalentwicklung und eben vor allem auch zum Thema klinische Krisenintervention psychosoziale Unterstützung.

00:04:39: Wow!

00:04:40: Spannend.

00:04:41: Klingt total spannend – das ist ja schon so ein Thema wo man direkt los kriegt Lust kriegt los zu forschen, hätte ich jetzt gesagt.

00:04:49: Wenn man noch mehr Zeit hätte!

00:04:53: Gab es denn Momente bei dir in der Praxis oder jetzt auch so in der Forschung wo du einfach gemerkt hast?

00:04:58: Auch dass dieses Thema vor allem einfach mehr Aufmerksamkeit braucht als es aktuell so der Fall ist.

00:05:05: also Krisenintervention psychosoziale Unterstützung vor allem in der Klinik und so.

00:05:09: Ja das hat tatsächlich mit einer Ausbildung schon angefangen.

00:05:12: Ich habe ganz viele Situationen erlebt wo man sich dachte Hier kann man eigentlich die Mitarbeitenden nicht alleine lassen, auch die Patienten zu und Angehörigen.

00:05:20: Und ich war dann unglaublich dankbar als ich in einer sehr krisenhaften Situation einem Spätdienst mit dem Kollegen gemerkt habe das Klinikum, in dem ich tätig bin hat so ein Team Die waren da wirklich schnell diese Situation auch gelöst haben unterstützt.

00:05:38: Das war der Nachmittag, als ich diesen Team dann reingetreten bin.

00:05:44: Ja stimmt du warst ja quasi Mitarbeiterin ... im Team der klinischen Krisen Innovation bei den München Kliniken.

00:05:51: Ist das so richtig aus?

00:05:51: oder Klinik München?

00:05:54: München-Kliniken, genau!

00:05:55: Also damals noch STKM als ich angefangen habe also städtische Klinikum in München und... Ich hab' das von zwei tausendsechzehnt tatsächlich kurz nach meinem Examen bis Ende dreiundzwanzig auch begleitet dieses Team in verschiedenen Rollen und Funktionen.

00:06:11: Ja, bei Folge eins und zwei hatten wir schon immer wieder uns mal gefragt, Martin gab es in so einem Moment oder so einen Einsatz?

00:06:17: Oder so eine krisenhafte Situation wo man sich so gespeichert hat.

00:06:23: Fällt dir noch ein jetzt ohne in die Details zu gehen aber hast du noch so Einfall wo du denkst aus der Münchenklinik?

00:06:30: Der bleibt im Kopf!

00:06:34: Ja tatsächlich wahrscheinlich sogar mehrere.

00:06:37: ich glaube der erste Einsatz den ich einfach in meinem Kittel in meiner Einsatzjacke absolviert habe ist einer, der hängen bleibt.

00:06:47: Also so wirklich so der Startschuss auch für mich in dieses Feld, in diesem Themengebiet.

00:06:52: und ja diverse Einsätze aber aus ganz unterschiedlichen Ebenen also Einsätze wo Kinder betroffen sind, Einsätze, wo es wirklich um sexualisierte Gewalt geht und um Grenzüberschreitungen Aber auch Einsätze Wo man plötzlich dazu gerufen wird weil ganz viele Personen involviert sind Und man erst mal sagt okay wie gehe ich jetzt mit diesen großen Gruppen auch um?

00:07:16: Und gab es das, wo du sagst.

00:07:18: Das hatte ich wirklich so berührt oder das hatte ich so getatscht?

00:07:22: Gab's irgendetwas was also mehr hängen geblieben ist oder wurde heute noch mal sagt.

00:07:26: Es hat mir in den ersten zwei Folgen besprochen ja so ein Live Moment zu einer von zehn bis fünfzehn Ereignissen hatten wir mal gesagt die in so einem beruflichen Leben gespeichert werden.

00:07:38: Gabs einen Krisenintervent zum Einsatz in der Klinik?

00:07:42: Den werde ich bis ans Ende meiner Tage nicht vergessen

00:07:47: Den gab es definitiv.

00:07:48: Das ist ein Einsatz, der auch relativ komplex war.

00:07:52: Da ist eine junge Frau verstorben, relativ dramatisch und mich hat aber gecatcht wie tatsächlich das Familiensystem sich eigentlich gegenseitig aufgefangen hat Und... Wie die miteinander umgegangen sind in dieser extrem belastenden Situation?

00:08:05: Und das hat mich gecatched!

00:08:06: Das hat mich wirklich emotional auch berührt.

00:08:11: Ja, das ist ein einsatz, der mich geprägt hat.

00:08:15: Jetzt kennen viele ja das Thema Krisenintervention auch so aus der Präklinik, aus dem Rettungsdienst und aus der Notfallsehlsorge.

00:08:23: Man glaube ich so ganz klassisch.

00:08:25: Wann hast du denn so gemerkt als du dann natürlich bei dir in der Klinik in des Krisen-Interventionsteams eingestiegen bist dass es auch innerhalb der Klinge einfach ein großes Feld ist?

00:08:36: Dass es einfach auch einen Bedarf gibt, dass der Bedarf eventuell auch groß ist?

00:08:41: also wir spüren das und merken Na ja, zurzeit sowieso sehr krass.

00:08:47: Georg in unserem Kriseninterventionsteam ist zu Zeit sehr viel los mehr als wir gedacht hätten.

00:08:54: Das heißt, wir haben sehr viele Anfragen und Alarmierungen.

00:08:58: Dann war für dich so der Moment wo du gemerkt hast das braucht es in der Klinik schon auch und zwar einem größeren Umfang vielleicht auch als es meistens gibt.

00:09:09: Genau, ich habe ja vorhin gesagt.

00:09:10: Ich hab' im Jahr twohntosundsechzehn gestartet, zweihntoßundsebzehn damals vielleicht zum Kontext.

00:09:14: Früher war das in einem Klinikum und zweihnteusendsehn ist dann auch den kompletten Klinikkomplex sozusagen ausgeweitet worden.

00:09:21: Dann waren es plötzlich sieben Häuser!

00:09:23: Und da hat man schon gemerkt, dass Kliniken sieht diesen Bedarf also die Geschäftsführung sieht den Bedarf und damit sind natürlich auch die Einsatzzahlen gestiegen.

00:09:32: Was wir aber glaube ich schon festmachen können is', dass die Corona-Pandemie tatsächlich Ein Punkt war, wo wir gemerkt haben und jetzt sind die Bedarfe da.

00:09:40: Und jetzt werden die bedarfe auch gesehen und zwar auf allen Ebenen also bei den Mitarbeitenden aber auch bei dem Patienten bei den Zuhund Angehörigen.

00:09:46: Also wenn plötzlich keine Kommunikation kein Interaktion mehr stattfinden kann wie wir sie kennen das war glaube ich wo man gemerkt hat und jetzt brauchen wir irgendwelche Unterstützungsstrukturen und dass tatsächlich auch klinikweit in allen Häusern eigentlich.

00:10:00: Das heißt, ihr hattet euer Kriseninterventionsteam schon ja wenn du zu Jahrzehntein eingestiegen bist vor Corona, vor der Pandemie und konntet ihr das in der Pandemie auch gut nutzen für euch als Klinik?

00:10:13: Genau.

00:10:14: Die Münchenklinik war soweit ich weiß.

00:10:17: Bitte genau auch berichtigen, wenn es nicht so ist mit zwei Tausendacht des Erste Kliniken interne Krisen-Interventionsteams deutschlandweit weil die einfach den Bedarf gemerkt haben in einem einen Haus und auch die jetzige Koordinatorin sich da sehr eingesetzt hat.

00:10:33: Und wir konnten das in der Corona-Pandemie tatsächlich gut nutzen, also wir haben dann wirklich auch Strukturen verändert, dass wir präsent waren bei den Mitarbeitenden – und wir sind extrem oft gerufen worden!

00:10:49: Schön, ja.

00:10:50: Also ich glaube das ist für die Pandemie ein absoluter Gewinn gewesen hätte ich jetzt gesagt wenn ein funktionierendes Krisenintervisionsteam in der Klinik waren und eben Strukturen geschaffen wurden die jetzt nutzbar waren.

00:11:02: Ich kann mich gut erinnern viele Kliniken haben in der Zeit einfach auch auf Telefonunterstützung kann man an der Stelle glaube ich auch sagen die PSU Helpline einfach auch zurückgegriffen einfach weil es nichts anderes gab und die Mitarbeitenden den Bedarf hatten.

00:11:18: Ja Ja, Anna ist noch

00:11:21: zusätzlich.

00:11:22: neben ihrem Engagement an der Hochschule München und an der Uni Augsburg, ist sie Koordinatorin vom Netzwerk Klinische Krisenintervention der DV.

00:11:29: Das haben diese Stelle noch gesagt uns du bist auch Mitarbeiterin bei PSU Akut genau.

00:11:36: Genau alle Sachen die ich vorher unterschlagen habe aber das mache ich auch noch in dem Bereich.

00:11:41: Ja im nächsten Schritt werden wir so ein bisschen drauf schauen.

00:11:43: was bedeutet denn psychosoziale Unterstützung Im Krankenhaus oder auch klinische Krisenintervention, das ist ja so vom Begriff her alles noch relativ neu.

00:11:53: Begriffe werden definiert, einsortiert und ich würde sagen nochmal auf die Pandemie zu schauen.

00:11:58: Ich würde sagen die Präklinik ist uns daher innerklinisch mein weit voraus was Strukturen anbelangt, was Standards anbelangen, was Vernetzung anbelANGt.

00:12:07: deutschlandweit dieser Konsensus Prozesse ist er schon weit weit zurückliegend und es läuft mittlerweile flächendeckend muss man sagen eigentlich relativ gut, aber die Frage ist du bist ja in der Forschung tätig.

00:12:22: Was würdest Du denn sagen?

00:12:23: Ist so die größte Knacknuss?

00:12:25: Warum ist da innerklinisch bisher warum das noch nicht so ein riesen Thema war?

00:12:34: Gute Frage!

00:12:35: Ich glaube einen Knackpunkt ist ähnlich wie auch im präklinischen Setting.

00:12:38: Da isst man zwar schon viel weiter, aber eigentlich ist es auch noch ein relativ junges Feld.

00:12:44: Und ich glaube, wir gehen irgendwie immer davon aus dass im klinischen Kontext ja Pflegefachpersonen arbeiten Mediziner arbeiten Sozialarbeiter arbeiten Psychotherapeuten Psychologen und da gehört es irgendwie zu diese originären Aufgabe auch dazu.

00:12:55: Dass sich mich eben um psychosoziale Bedarfe kümmere Und so sind wir sozialisiert worden.

00:13:01: Also es gehört dazu, dass ich eine gute Kommunikation habe, eine Interaktion, dass sich stabilisiere und unterstütze und wir merken aber das eben durch Arbeitsverdichtung, durch Prozesse, durch Reformen was sich alles verändert dass alles auch abnimmt.

00:13:16: Also ich habe gar nicht mehr so die Zeit, auf das zu machen und es führt dann natürlich dazu, dass Mitarbeiter in Dilemma-Situationen kommen weil eigentlich würde ich gerne vielmehr mit Angehörigen sprechen.

00:13:26: Ich würde mir gerne diese fünfzehn Minuten nehmen und mich hinsetzen aber ich hab' die Zeit nicht mehr.

00:13:31: Und ich glaube diesen Prozess da stecken wir gerade noch mittendrin Dass wir uns dafür sensibilisieren müssen, dass sich eben viel getan hat, dass wir viele Transformationen erlebt haben Und jetzt dieses Thema präsenter wird.

00:13:46: Das heißt, was würdest du sagen?

00:13:48: Für wen hast du die Unterstützung besonders wichtig?

00:13:50: Wenn man beides zusammennimmt – klinische Krisenintervention und psychosoziale Unterstützung – welche Zielgruppen verfolgen wir da aktuell?

00:13:59: Ich glaube, man kann gar nicht sagen ob es eine Zielgruppe gibt, die wichtiger ist.

00:14:02: Ich glaube das ist wichtig dass wir alle Personen in den Blick nehmen also dass wir klassisch immer so Patienten zu und angehörig.

00:14:08: Klar, das sind unsere Zielgruppes aber wir dürfen auch unsere Kollegen, unsere Kolleginnen nicht vergessen, die ja ganz viel erleben und wir auch dahingehend sensibilisieren müssen was macht denn zum Beispiel eine erfolglose oder erfolgreiche Reanimation mit mir?

00:14:24: Was machen Organspenden mit mir, was machen Todesfälle mit mir als Mitarbeiter.

00:14:29: Und es hat nichts damit zu tun dass ich weniger professionell bin oder nicht geeignet für mein Beruf sondern wir erleben tagtäglich extrem belastende Situationen und deswegen glaube Alle drei Zielgruppen brauchen irgendwo Unterstützung und Möglichkeiten, sich Unterstützung zu holen.

00:14:46: Und jetzt hat sich ja in der Klinik vor allem der Begriff klinisches Krisenintervention oder Krisen-Intervention allgemein so etabliert.

00:14:53: In der Präklinik nennt es sich eher psychosoziale Unterstützung.

00:14:57: Im Grunde genommen sind wir nie mehr, oder?

00:14:58: Wie würde das Studis sagen?

00:15:00: Das ist ein ganz schwieriger Bereich.

00:15:03: Der Georg hat es ja vorhin schon angesprochen, wir kennen diese BBK Synopsis diesen Konsensusprozess der irgendwie herausgefunden hat das gibt hundert zwölf verschiedene Begriffe in Deutschland die Synonym füreinander verwendet werden.

00:15:16: Wir sind aber im Netzwerk eigentlich schon so, dass wir sagen, wir würden gerne aus dem Netzwerk um da eben wirklich auch für die Systematisierung, die Strukturierung was zu tun sagen.

00:15:23: Wir haben die klinische Krisenintervention und wir haben die psychosoziale Unterstützung Und das sind die zwei Begriffe weil wir eben merken diese ganzen präklinischen Konzepte strukturen Die sind super daran orientieren wie uns natürlich auch so teilweise Aber die sind fürs klinisches setting nicht gemacht und deswegen müssen wir auch da weg von diesen PSNV e PSN V b begriffen die wer kennen die da etabliert sind.

00:15:45: Ich mache mal noch einen neuen auf PSNVK.

00:15:49: Was

00:15:49: aber das wollen wir nicht, eine Klinik für die Kliniken?

00:15:54: Das ist ja ein junges Feld hat mir besprochen und der Ansatz wo wir schauen ob es vergleichbar ist mit der Präklinik ist quasi Unterstützung niederschwellig kompakt schnellere Ereignisse orientiert zu den Menschen zu bringen.

00:16:07: Innerklinisch könnte man sich jetzt noch vielleicht fragen gibt's da noch gibt es die Abgrenzung zum therapeutischen Setting oder wann Braucht es das denn am Schluss auch?

00:16:19: Ich glaube, es geht ja immer um Bedarfseinschätzungen.

00:16:21: Und wenn ich eben das Gefühl habe, dass kann ich jetzt als Peer oder als Mitarbeiter einer Krisenintervention nicht mehr leisten weil's zum Beispiel um Suizidgedanken geht und wirklich Mittel-und Langfristige folgen, um extreme Schuldzuweisungen die ich vielleicht auch erlebe also wirklich um so extreme Emotionen, die vielleicht mich auch schon in meinem ganzen Handeln beeinflussen Dann ist es glaube ich wichtig, dass wir auch wirklich auf Psychologen und Psychotherapeuten solche Unterstützungssysteme zurückgreifen können, verweisen können.

00:16:54: Und das ist eben schon so, dass in der Krisenintervention, in der psychosozialen Unterstützung diese Niedrigschwelligkeit herstellen.

00:17:01: Es geht um akute Interventionen, kurzweilige Intervention oder nichts langfristiges also nicht über mehrere Tage und Wochen.

00:17:08: und wenn man merkt, man gegenüber braucht längerfristige Unterstützung dann ist es eben wichtig da weiter zu vermitteln.

00:17:14: Ja, und ich glaube du hast auch ein ganz gutes Beispiel genannt.

00:17:17: An der Stelle die Suizidalität vor allem eben dann wenn man merkt da wird mehr erwartet als Krisenintervention kurzfristig leisten kann dass es eben dann aber auch Strukturen gibt die sich zum beispiel im psychotherapischen Bereich aufhalten die dann greifen können und die dann eben helfen

00:17:34: ja genau oder wirklich auch diese Abgrenzungen.

00:17:37: wer nicht merkt?

00:17:38: Da gibt's schon viele Psychiatrische Komobilitäten oder da gibt es viele Erkrankungen in diesem Bereich.

00:17:44: Da gibt's vielleicht auch schon viel therapeutische Erfahrungen und ich merke, da komme ich gar nicht so ran mit meinen Skills in der Krisenintervention.

00:17:51: dann muss sich einfach schauen wie kann ich mir Unterstützung holen genau um diesen Menschen gut begleiten zu können?

00:17:57: Ja genau das heißt es geht quasi nicht nur um so ein Gespräch was stattfindet sondern klinische KrisenIntervention oder psychosoziale Unterstützung.

00:18:06: Es geht zum Orientierung Stabilisierung und Begleitung eben in Situationen, wo Menschen emotional und stark belastet sind.

00:18:12: Und da gibt es eben unterschiedliche Zugänge.

00:18:14: der Zugang den du beschreibst oder zu dem du auch forscht.

00:18:18: Der ist wichtig, der ist niederschwellig.

00:18:20: Der is vielleicht auch multiprofessionell in der Anlage.

00:18:23: also die Teams sind ja wahrscheinlich unterschiedlich zusammengesetzt so wie auch noch drauf kommen.

00:18:28: das heißt Es gibt unterschiedliche Situationen unterschiedliche Settings aber die Zielgruppen sind letztes als sie sind wahrscheinlich immer ähnlicher.

00:18:37: Ja genau

00:18:38: Ja, und ich glaube es sind eben auch Situationen in denen es natürlich zur medizinischen Versorgung kommt.

00:18:44: Auf der einen Seite die natürlich sehr wichtig ist für unsere Patientinnen und Patienten aber die an dieser Stelle einfach an Grenzen kommt was eben die Betreuungssituation mit Angehörigen, Zugehörigen angeht und da eben nicht aufgefangen werden kann.

00:19:02: Definitiv!

00:19:03: Jetzt

00:19:04: schauen wir mal den nächsten Schritt, wo liegen Belastungen und vielleicht auch Versorgungslücken?

00:19:08: gehen so ein bisschen rein in deine Forschung oder in das was du gerade machst dazu.

00:19:14: Krankenhäuser, Kliniken sind ja die Orte wo Menschen per se in extremen Situationen kommen können oder konfrontiert sind.

00:19:21: wie würdest du sagen ist der aktuelle Stand des was du sagen kannst und darfst natürlich zu dem Zeitpunkt Hanna?

00:19:27: Was ist da der aktue Stand?

00:19:30: Welche Situationen machen den Bedarf eben aus seiner Sicht besonders sichtbar genau oder bemerkbar?

00:19:37: Genau, meine Forschung hat eigentlich tatsächlich das bestätigt worüber wir uns gerade auch unterhalten haben schon.

00:19:42: Oder was wir schon gesagt haben dass eben das klinische Krisenintervention psychosoziale Unterstützung fällt es wo es noch nicht viel Forschung gibt Das ist ein sehr heterogenes Verhältnis.

00:19:51: Also alle Teams, die man so identifizieren kann sind unterschiedlich aufgestellt was die Multi-Professionalität betrifft wie sie verortet sind.

00:20:00: im klinischen Kontext und ich glaube diese Frage welche Situationen im Krankenhaus den Bedarf sichtbar machen das ist auch ganz unterschiedlich tatsächlich ganz unterschiedliche.

00:20:12: Die Bedarfe, was ich vorhin schon gesagt habe, wurden glaube ich schon während der Corona-Pandemie auf allen Ebenen wirklich sichtbar.

00:20:17: Also das war auch für die Gesellschaft zu dem Punkt wo man gesehen hat dieses Feld ist extrem belastet aber es geht ja eben auch um die subjektive Bewertung.

00:20:27: also ich weiß gar nicht wie mein Gegenüber diese Situation bewertet nur weil's für mich jetzt nicht potenziell traumatisieren oder krisenhaft.

00:20:36: Das heißt dass man gegenüber das nicht so empfindet Und deswegen glaube ich, kann man das gar nicht auf klassische Situationen eingrenzen.

00:20:45: Sondern es ist wirklich wie bewertet mein Gegenüber diese Situation für sich in was für einem Kontext passiert?

00:20:51: Das was hat mein Gegen über vielleicht auch die letzten Tage und Wochen schon erlebt dass er jetzt sagt, das war so der Tropfen der das fast zum Beispiel zum Überlaufen bringt.

00:21:00: Und deswegen genau kann man es glaube ich wirklich gar nicht so festmachen an Situationen.

00:21:04: Aber letztes Mal glaube ich auch schon mal drüber gesprochen Georg.

00:21:07: also so die Frage sind eher so die offensichtlichen Ausnahmesituationen, also so die richtig erkennbaren Belastungssituationen mit schlimmen Versorgungen oder aber auch so eine Summierung eben von kleineren Belastungen.

00:21:25: Geht es dir da auch so?

00:21:26: Würdest du das auch so einschätzen, dass es einfach beides darstellt?

00:21:30: Genau definitiv!

00:21:31: Es ist auf jeden Fall beides und das merken wir... Also ich glaube klassisch würde jeder sagen Einsätze wo's wo Kinder mit beteiligt sind, betroffen sind.

00:21:40: Das sind oft Extremsituationen.

00:21:42: da ist klar dass ich die Krisenintervention brauche und dann gibt es wahrscheinlich Einsätze wo ich merke so hey warum wurde ich jetzt gerufen?

00:21:49: Und da ergibt sich das im Gespräch weil ich eben merk es sind ganz viele Belastungen über einen langen Zeitraum die jetzt irgendwie eine Unterstützung brauchen.

00:21:59: Wo erlebst du aktuell die größten Versorgungslücken?

00:22:02: Es gibt ja also in deiner Erhebung Es glaubt auch das Thema, oder wie viele Kliniken bieten das denn aktuell an?

00:22:09: Also so ein System an klinische Krisenintervention.

00:22:11: Das wäre wahrscheinlich schon ein bisschen too much Infos.

00:22:13: aber wo würdest du sagen... Wie ist der flächendeckende Stand von der Versorgung?

00:22:20: Ich find's auch mal noch cool wenn wir in Erfolge über Gerechtigkeit in der klinischen Krisen-Intervention sprechen.

00:22:26: ist da noch so ein ethisches Thema wer bekommt die Versorgungen und wer nicht.

00:22:30: Das stelle ich mir in der Brechklinik ab und zu die Frage Wer bekommt in so eine Anschlussversorgung?

00:22:36: oder wer bekommt den Sonn check-in, in Sohn Nachfolge Netzwerk?

00:22:39: Das ist auch noch ein anderes Thema.

00:22:40: Aber was würde zu sagen wie es da flächendeckend gestand in Deutschland war so die Teamvorhaltung anbelangt und wo siehst du vielleicht die größten Versorgungslücke noch aktuell?

00:22:53: Flächendecken kann ich jetzt gar nicht so viel verraten, aber ich bin gerade im Reviewverfahren.

00:22:57: Also vielleicht könnt ihr das bald nachlesen!

00:23:01: Aber es ist tatsächlich so dass eigentlich ein Großteil der Kliniken und das ergeben ja zum Beispiel auch Forschungen von Graf et al Das ist ein Großteil so, dass so seventy-fünf bis achtzig Prozent sagen wir haben Unterstützungssysteme für psychosoziale Themen.

00:23:15: Und wenn man das dann aber runterbricht?

00:23:16: Dann sind es oft Strukturen die wir alle kennen wie die Seelsorge.

00:23:20: Aber da geht's denn auch darum.

00:23:21: ja Wir haben auch die grünen Damen oder wir haben eben einen Psychologen fürs Team und das ist eben genau diese Begriffsheterogenität.

00:23:29: was steckt denn tatsächlich hinter Krisenintervention hinter psychosozialer Unterstützung?

00:23:33: Was sind das für Systeme?

00:23:34: und da merken wir Einheitliches Verständnis da, keine Systematisierung.

00:23:39: Genau!

00:23:39: Wenn man die Kliniken fragt, sagt ein Großteil ja so was haben wir?

00:23:44: Was würde Student sagen fehlt häufig?

00:23:47: Wäre das eher so eine Zeitstruktur Zuständigkeit oder Sichtbarkeit?

00:23:51: oder aber auch was bedeutet es denn für Betroffene grundsätzlich wenn Unterstützung fehlt?

00:23:56: Ich glaube es fehlt von allem etwas tatsächlich.

00:23:58: Ich glaube, es fehlt einfach tatsächlich und das gibt auch meine Forschung.

00:24:02: Das ergibt aber auch das was wir im Netzwerk machen.

00:24:04: Es gibt einfach keine Strukturierung, keine Systematisierung.

00:24:06: also alle Teams die wir aktuell haben, die sagen wir haben Krisenintervention, Psychosoziale und Stützungen haben das irgendwie selbst auf die Beine gestellt.

00:24:13: Die haben sich selbst Konzepte entwickelt weil's keine Unterstützung gibt nichts an dem ich mich orientieren kann.

00:24:17: Also das fehlt schon mal.

00:24:20: Es fehlt aber auch an Finanzierungsstrukturen.

00:24:22: Wir haben seit der Einführung Tatsächlich nur noch quantifizierbare Leistungen.

00:24:29: Und wie quantifiziere ich Krisenintervention, Psychosoziale und Stützung?

00:24:32: Ich glaube da sind wir auch in diesem Bereich.

00:24:33: Georg den Duvorn angesprochen hast das sind ja auch ethische Themen.

00:24:36: also ich kann ja nicht irgendwie nach drei vier fünf Wochen anrufen und sagen ah ich war jetzt gerade bei ihnen wie geht es Ihnen denn jetzt?

00:24:41: weil ich retraumatisiere vielleicht auch wieder und deswegen kann ich gar nicht so in die Evolution von meinen Leistungen gehen und das macht's schwierig.

00:24:50: Es gibt aber tatsächlich von Strammels et al, die haben letztes Jahr eine Forschung rausgebracht und gesagt, wenn wir Peersupportstrukturen deutschlandweit implementieren würden.

00:25:02: Also wirklich einfach kollegiale Unterstützung.

00:25:05: Dann könnten wir eins Komma drei Milliarden Euro im Jahr im Gesundheitswesen

00:25:08: einsparen.".

00:25:10: Das heißt auf der einen Seite steckt da ein riesen monetärer Vorteil dahinter, eben wenn man sich darum kümmert.

00:25:17: Und aber auf der anderen Seite erleben wir, wie gesagt das erleben ja auch wir, dass diese Leistung eben nicht bezahlt wird im System.

00:25:27: Da gibt es keinen Vergütungskonzept dahinter.

00:25:31: Merkwirk ist die Situation hätte ich gesagt.

00:25:34: Ein bisschen was tut sich glaube schon oder so?

00:25:38: Es gibt einen GBA-Beschluss, dass zumindest perspektivisch Intensivzentren sowas vorhalten müssen.

00:25:44: Aber da ist noch viel gerade im Doing,

00:25:48: Genau, das ist viel im Doing.

00:25:50: Es gibt auch verschiedene Präventionstöpfe wo ich mich aber eben proaktiv immer hinwenden muss um irgendwie Fördergelder jedes Jahr neu zu beantragen und genau da brauche ich dann erst mal das Wissen als Krankenhaus.

00:26:02: Ich brauch irgendwelche Leute die sich dahinter klemmen und tatsächlich diese Gelder auch beantragt weil es natürlich auch immer ein administrativer Aufwand und ja also wirklich einfach wird's uns noch nicht gemacht diese Leistungen irgendwie zu refinanzieren oder refinanziert auch zu bekommen.

00:26:18: und ich glaube was hinter diesen monetären Gedanken aber auch immer steckt ist ja wenn meine Mitarbeiter, meine Kollegen wissen.

00:26:27: Ich habe hier Patienten zu und Angehörige die etwas krisenhaftes traumatisches erleben dann entlastet mich das ja auch also wirklich dieses dass Krisenintervention ja auch immer den Mehrwert für den Mitarbeiter hat der dann vielleicht eben keine psychosoziale Unterstützung braucht, weil er weiß da ist jetzt einfach jemand und er nimmt mit diese Ebene gerade der Kommunikation ab.

00:26:49: Auf jeden Fall!

00:26:50: Das heißt das fällt es noch.

00:26:52: heterogen hast du beschrieben?

00:26:54: Es fehlen ganz häufig die Strukturen.

00:26:56: Es sind oft auch engagierte einzelne Personen, die quasi so ein Projekt aus dem Boden stampfen und sich vielleicht mit Projektmitteln Fördergeldern spenden geldern ja Martin Auch so ein Thema für manche Kliniken, auch für unser Team.

00:27:11: So einen Begleitungssystem auf die Beine stellen.

00:27:14: Das heißt vielleicht im nächsten Schritt geht es um die Perspektive wie kann gute Unterstützung aussehen?

00:27:21: Lassen Sie mal eben auf die konstruktive Seite schauen Wie kann den guten psychosoziale Unterstützung im Krankenhaus denn konkret aussehen?

00:27:28: was würdest du sagen aus deiner Arbeit und von der Forschung?

00:27:32: Was kannst Du sagen was ist vielleicht schon so ein bisschen wer im Grund Der Goldstandard in der klinischen Krisenintervention, wenn wir da nicht schon vorgreifen.

00:27:41: Große Frage!

00:27:43: Also vom Goldstandards sind wir glaube ich noch weit entfernt.

00:27:47: Tatsächlich kann ich wahrscheinlich aus meiner Forschung auch gar nicht so viel dazu sagen weil es eben wirklich so heterogen ist.

00:27:54: Ich glaube aber für die Zukunft müssen wir einfach gerade und das ist ja auch eine Aufgabe von unserem Netzwerk schauen wie kriegen wir eine Systematisierung hin?

00:28:04: ähnlich oder angelehnt dem, was wir im präklinischen Setting eben merken.

00:28:07: Wir müssen schauen dass wir ein einheitliches wording schaffen beziehungsweise aus dieser Begriffsheterogenität irgendwie rauskommen.

00:28:14: Wir mussten schaffen das wir wirklich ein gemeinsames Verständnis auch dafür schaffen also dass wir auch davon weg kommen wer klinisch Krisenintervention und Peersupport psychische Unterstützung leisten kann Und eben sagen, ja es war früher eine originäre Aufgabe und viel wird auch noch über originäre Aufgaben abgedeckt.

00:28:32: Aber es gibt eben diese Situationen wo wir Teams brauchen.

00:28:37: Ich glaube das wäre der Goldstandard auf den wir jetzt zuarbeiten müssen.

00:28:42: also erst die ersten Schritte wirklich in Richtung Systematisierung Strukturierung Dann tatsächlich auch, das hattet ihr vorhin schon angesprochen dieses ich brauche ein gutes Netzwerk außen herum.

00:28:54: Weil an wen vermittel ich denn nach den Einsätzen?

00:28:57: Ich glaube netzwerke ist dann gutes stichwort da geht es glaube ich aber einfach drum zu gucken was läuft denn oder was funktioniert in den Häusern die das schon gut machen die dass schon lange machen einfach auch gut.

00:29:09: und Wir sind ja jetzt, hätte ich gesagt, eher neulinge im Bereich der Krisenintervention bei uns in der Klinik.

00:29:16: Aber was bei uns schon gut funktioniert ist die Unterstützung, die wir erfahren und die Unterstützung auf der einen Seite von ebener Geschäftsleitung aber natürlich auch von unseren Kolleginnen und Kollegen und aber auch die Dankbarkeit, die überfahren wenn wir in den Einsatz kommen sei es jetzt von Mitarbeitenden oder aber auch von Angehörigen.

00:29:35: Hannah, was würdest du sagen?

00:29:36: Was funktioniert denn in manchen Häusern so best practice.

00:29:39: Was funktioniert da gut?

00:29:41: Das sind genau diese Aspekte.

00:29:44: Die Teams haben sich dann schon auch die Stakeholder rausgesucht, die sie im klinischen Setting haben.

00:29:50: Also die haben ein gutes Verhältnis zur Geschäftsbehördung zum Vorstand.

00:29:53: Die haben aber auch ein gutes verhältnis zu Seelsorgen

00:29:55: z.B.,

00:29:56: weil wir haben ja ähnliche Handlungslogiken.

00:29:57: Da gibt es eine Vernetzung... ...die haben es geschafft dass es eine gute Sichtbarkeit gibt vielleicht auch nur so ein bisschen Hartnäckigkeit Also Stationen regelmäßig besuchen, die sind sichtbar.

00:30:10: Aber tatsächlich auch das Netzwerk nach außen.

00:30:13: Weil wir müssen ja bei Angehörigen immer mit bedenken werden wie Angehäurige unterstützen.

00:30:17: dann verlassen sie die Klinik und kommen wieder zu Hause ins Umfeld Und dann ist vielleicht gerade der Ehepartner gestorben Die Ehe-Partnerin gestorbt.

00:30:27: die sind in einem plötzlich komplett veränderten häuslichen Umfeld.

00:30:32: Da kommt es dann erst in den nächsten Tagen und Wochen, dass die realisieren was passiert ist.

00:30:36: Also so wirklich... Und dann brauche ich auch ein Netzwerk das die Außen auffangen kann.

00:30:43: Und da hilft's eben tatsächlich wenn nicht nur Flyer verteilt sondern diese Flyer von mir wissen!

00:30:48: Deswegen auch dieser Netzwerkedanke nach außen

00:30:51: Folgt aber auch unser Ansatz Martin oder bei uns in der Klinik, dass wir schon schauen das wir kooperieren.

00:30:56: Auch mit präklinischen Teams, dass eben sowas dann zu Hause nicht allein sitzen bleiben die Folge ist.

00:31:02: Modelle Ansätze ist sicherlich auch noch mal so.

00:31:04: ein Thema für Netzwerk ist sicher auch nochmal ein Thema Zusammenarbeit mit der Präk-Klinik und der Klingel.

00:31:09: Sicher noch einmal Stoff für mehr Folgen.

00:31:13: Das heißt es gibt so ein bisschen die Fragestellung vielleicht für Kliniken oder für Mitarbeiter aus Klinike, die uns zuhören im Podcast Eigentlich bräuchten wir das bei uns auch, würden die jetzt sagen, wenn sie uns zuhören.

00:31:25: Vielleicht grüßen alle da draußen?

00:31:27: Was wäre denn so ein realistischer Schritt?

00:31:29: Erster Schritt, Hanna!

00:31:30: Auch ja so ein bisschen Netzwerkthema der DV.

00:31:33: Was bräucht ihr denn jemanden um loszulegen?

00:31:36: Was würde es du sagen?

00:31:37: So eine kleine Checkliste oder was auch immer?

00:31:40: Auf jeden Fall... Die erfahrungsbasierten Empfehlungen des netzwerksklinische Griechischen Interventionen, die wir im Jahr zwanzig vierundzwanzig herausgebracht haben Und da ist tatsächlich der erste Schritt, wirklich eine Bedarfsanalyse und ein Stakeholder-Analyse.

00:31:54: Und irgendwie den ersten Kontakt schon zur Geschäftsführung zum Vorstand... ...und warum braucht es das?

00:32:00: Ich muss ja so'n bisschen reflektieren, dass es einen Bedarf, den ich wahrnehme oder neben denen auch andere Kollegen, Kolleginnen wahrnehmen, in anderen Stationen war.

00:32:08: Also ist es wirklich ein Klinikübergreifendes, des Stations übergreifendes Thema oder ist es ein Thema für mich?

00:32:14: Deswegen so eine Bedarfsanalyse, die Stakeholder-Analyse aber eben weil mich die Seelsorge ja auch zum Beispiel unterstützen kann bei der Konzeptentwicklung.

00:32:21: Oder gibt es auf Schwerpunktstationen auch schon Teams, die sich irgendwie formiert haben gute Strukturen auf dich zurückgreifen?

00:32:29: Kann die alle in dieses Konzept mit einfließen?

00:32:31: Weil das hilft mir auch später bei der Ressourcenverteilung zu sagen Auf der Intensivstation weiß ich

00:32:37: z.B.,

00:32:37: die wird unterstützt durch einen Psychologin Aber die Nothilfe eben noch nicht.

00:32:43: Und dann da wirklich auch schwerpunktmäßig reinzugehen am Anfang, also wirklich der erste Schritt ist immer eine Bedarfsanalyse und Steakholderanalyse.

00:32:52: Jetzt bist du ja Sprecherin des DV-Netzworks.

00:32:55: klinische Krisenintervention.

00:32:57: Das heißt, dahinten gibt es Hintergrund, da gibt es ein Netzwerk Da gibt es engagierte Menschen über die Häuser hinaus, über regional.

00:33:07: Wie genau kann denn dieses Netzwerk denn jetzt zum Beispiel helfen, wenn sich da eine Klinik überlegt, da mehr zu tun?

00:33:16: Wir sind aktuell so zwischen dreißig und vierzig Personen tatsächlich deutschlandweit aus unterschiedlichsten Settings auch aus unterschiedlichen Kliniken.

00:33:23: Wir haben wirklich von Personen die das ja seit fünfzehn zwanzig Jahren machen.

00:33:30: wir haben Leute aus dem präklinischen Setting Teams eben, die da erst seit einem Jahr irgendwie aktiv sind und theoretisch kann sich jede über unsere E-Mail Adresse an uns wenden.

00:33:39: Da ist dann der Kontakt zu mir auch da!

00:33:42: Und da gibt es ein Telefonenemail Austausch und wir schauen einfach... Kann ich vielleicht auch zum Netzwerk hardnand vermitteln?

00:33:49: Die vor ähnlichen Herausforderungen standen, die ähnliche Teams aufgebaut haben.

00:33:53: oder man geht tatsächlich in den Austauschen mit unserem Netzwerk.

00:33:56: Wir haben regelmäßig stattfindende Online Treffen wo verschiedene Themen angesprochen werden Organisieren auch Fachtagungen deutschlandweit, wo wir einfach noch ein größeres Netzwerk bilden und über verschiedene Themen aufklären die ganz viele Teams betreffen.

00:34:13: Also wir unterstützen da ganz oft vielfältige Art und Weise eigentlich.

00:34:17: Das klingt super.

00:34:18: also ich hätte gesagt es ist total schön Und die Erfahrungen haben wir auch gemacht.

00:34:22: eben das wir gesehen haben.

00:34:24: je mehr wir von Netzwerken profitieren können, um so besser funktioniert das Ganze eben.

00:34:30: Einfach weil Menschen, Weltkliniken ihre Erfahrungen schon gemacht haben und man vielleicht Fehler nicht zweimal machen muss.

00:34:39: Genau,

00:34:39: absolut!

00:34:40: Ganz ein ganz wichtiger Punkt.

00:34:41: also ich hatte vorhin schon diese Empfehlungen die wir rausgebracht haben auch erwähnt.

00:34:46: und genau da war ein wichtiger Punkt von uns die lessons learned Weil wir haben gesagt, wir haben so viele Fehler gemacht.

00:34:52: Die müssen andere Kliniken nicht auch machen oder ... Wir haben Dinge vergessen die unbedingt mitgedacht werden müssen und deswegen tatsächlich für uns ein ganz wichtiger Punkt immer das sind erfahrungsbasierte Empfehlungen mit ganz viel Lessons learned um wirklich einfach Fehler zu vermeiden Und vielleicht dann auch schneller Dinge umsetzen zu können wie es wir in den jeweiligen Settings gemacht haben Also wirklich diese Stolpersteine zu verhindern.

00:35:16: Ja gutes Thema Stolperssteine.

00:35:17: Das heißt was Also als Netzwerksprächerin nimmt eh per se aber auch als Forscherin in diesem Bereich, was würdest du dir denn wünschen für die nächsten Jahre?

00:35:26: Ganz konkret für die Krankenhäuser und für die Weiterentwicklung des Themas.

00:35:30: Natürlich ein großer Brocken ist wahrscheinlich schon das Thema Finanzierung und Personalrostattung bei diesem Thema.

00:35:35: Aber so ein bisschen Blick in die Glasskugel oder Wünschteer-Was?

00:35:39: Was werden so einen Ziel

00:35:43: eigentlich das Thema wirklich endlich bei den Leuten ankommt, also bei den Leute die für Entscheidungen verantwortlich sind.

00:35:49: Für die Finanzierung, für die Ressourcen verantwortliche sind und dass wir uns... Das hatte ich vorhin schon gesagt so ein bisschen davon weg bewegen, dass sie sagen wenn ich Kontakt zur psychosozialen Unterstützung aufnehme dann bin ich weniger professionell Dann bin ich irgendwie nicht geeignet für meinen Beruf.

00:36:07: Ich finde es eine Stärke zu sagen mir geht's gerade nicht gut das zu reflektieren und auch zu sagen Nur wenn es mir gut geht, kann ich auch die Stabilität meinem Patienten und meinen Zu- und Angehörigen oder meinen Kollegen gegenüber zeigen.

00:36:20: Und nur dann kann ich tatsächlich mit den Leuten umgehen.

00:36:24: Ja, das ist ein super schöner Satz zum Schluss!

00:36:26: Also ich glaube, wenn wir uns nochmal kurz zusammenfassen möchten wäre so psychosoziale Unterstützung, klinisches Krisenintervention ... klinische Krisenintervention.

00:36:34: Also so was, was man nicht extra denken sollte sondern eben etwas, was zur Versorgung grundsätzlich dazugehört ein fester Bestandteil innerhalb unseres Gesundheitswesens.

00:36:47: jetzt speziell natürlich innerhalb der Klinik.

00:36:49: definitiv ja.

00:36:51: Noch mal ein kurzer Blick zurück, bevor wir zum nächsten Teil kommen.

00:36:54: Was mich überrascht hat dass du gesagt hast das im Grund eine große Anzahl von Kliniken jetzt habe ich die Zahl nicht mehr so genau am Kopf aber dass sie schon eine Struktur vorhalten also dass Sie irgendetwas haben wo sie sagen ja im Grund gibt es bei uns schon und das wäre vielleicht auch nochmal ein wichtiger Teil genauer drauf zu schauen zu sagen hey das hast Du schon gesagt was ist denn überhaupt?

00:37:16: Wir haben das glaube ich schon mal gesagt, Martin Hashtag Supervision.

00:37:21: Also so, das haben irgendwie viele Gleaning haben.

00:37:23: So ein Monsterwort integriert aber immer die Frage der Macht ist destrukturiert?

00:37:28: Wann kommt die Person oder kommt die nur bei Teamkonflikte oder sowas auch immer?

00:37:32: Das ist sicherlich auch noch spannend, oder?

00:37:35: Ist es was für einen zweiten Schritt oder ist da schon auch Thema bei dir quasi?

00:37:39: Was isst denn also alles im Orbit?

00:37:41: Das

00:37:42: ist ein total wichtiger Schritt, weil wir natürlich immer reflektieren müssen oder auch schauen müssen was sind diese Strukturen die vorgehalten werden.

00:37:48: Also wie du sagst, wir wissen dann ja Supervisionen das habe ich irgendwo abgespeichert und eine psychozitielle Unterstützung.

00:37:54: Check!

00:37:55: Habe ich etwas für meine Mitarbeiter, für meine Patienten zu einem Angehörige?

00:37:58: Und ich hab auch Seelsorge Die wirklich eine gute Unterstützung sind, die viel machen, die viele in diesem Bereich auch machen.

00:38:07: Die eine ähnliche Handlungslogik haben.

00:38:09: Aber man muss eben reflektieren, wirklich was steckt dahinter.

00:38:12: In was für Zeiträumen sind die auch verfügbar?

00:38:15: Was für Logiken verfolgen die?

00:38:18: und dann ist es schon wieder viel viel weniger wenn man das tatsächlich da so runterbrechen würde.

00:38:24: aber das kann meine Forschung tatsächlich gar nicht so leisten in dem Ausmaß.

00:38:28: Da bräuchte es viele differenziertere Erhebungsbögen auch um zu schauen was steckt da wirklich mit dahinter?

00:38:34: aber meine Forschungen versucht es tatsächlich.

00:38:37: Es darf ja auch noch etwas geben, was noch offen bleibt.

00:38:40: Wo eben noch weiter geforscht werden kann an der Stelle.

00:38:43: Definitiv!

00:38:43: Es gibt ganz viele tolle Themen in dem Bereich, an denen noch weiter geforst werden kann.

00:38:49: Super!

00:38:50: Ja und dafür braucht es eben nicht nur Haltung oder... Menschen die da Lust drauf haben oder war sie Patus etus was auch immer, sondern es braucht eben tatsächlich auch die Struktur und Zuständigkeiten.

00:39:02: Sichtbarkeit des Themas oder das ist wichtig?

00:39:04: Und Verlässlichkeit.

00:39:05: und Martin und Hannah ihr habt schon vorher gesagt Covid war sicherlich so ein Sichtbarkeits Thema von diesem Bereich.

00:39:11: Da ist die DV hier muss man sagen mit dem Bettenregister deutschlandweit bekannt geworden.

00:39:18: Das heißt es braucht noch einiges.

00:39:22: Wunsch wäre, wenn ich den mal äußern könnte.

00:39:24: Wäre schon das wir irgendwann mal eine gute Datenlage haben zum Thema Wirksamkeit von klinischer Krisenintervention?

00:39:30: Das fände ich richtig klasse!

00:39:31: Also was bringt denn überhaupt psychosoziale Unterstützung und KKI in deutschen Kliniken aber auch natürlich im Dachraum oder europaweit?

00:39:42: Ja Martin, nächster Teil oder unseres Podcasts?

00:39:45: Signature

00:39:46: Element.

00:39:47: Mythos oder Fakt?

00:39:50: Ja, liebe Hannah.

00:39:50: Wir haben eine Aussage mitgebracht für dich und mit der Bitte um Einschätzung Mythos oder Fakt.

00:39:57: Psychosoziale Unterstützung im Krankenhaus ist wichtig aber eben kein zentraler Bestandteil von Versorgung.

00:40:03: was würdest du sagen?

00:40:04: Mythos Oder Fakt oder sogar etwas dazwischen?

00:40:08: Ich würde sagen Mythos ganz klar Mythos.

00:40:12: Ich würde überhaupt psychosoziale Unterstützung und klinische Krisenintervention ist wirklich eine integrale Bestandteil von Versorgung im klinisch-somatischen Versorgungskontext.

00:40:20: Und nur mir jetzt so ein bisschen anzutiesern, warum ich das glaube?

00:40:23: Im Jahr zwei Tausend Fünfzehn gab es das Präventionsgesetz und ich glaube, dass Klinische Kriseintervention, psychosociale Unterstützung, präventionswirksame Versorgingsform ist im Sinne des Präensionsgesetzes insbesondere eben der Sekundär- und Tertärprävention Und es ist auch ein Teil der Gesundheitsförderung in der Lebensweltkrankenhaus.

00:40:43: Im Präventionsgesetz kann man das Krankenhaus schon als Lebenswelt verstehen und wenn wir uns das eben anschauen, Sie verhindern Chronifizierung, Folgeerkrankungen, soziale Langzeitschäden tatsächlich auch und deswegen ganz zentraler Beitrag zur nachhaltigen Gesundheitsfördern und deswegen definitiv von meiner Seite aus ein Mythos.

00:41:05: Wunderbar erklärt, super!

00:41:08: Vielen Dank

00:41:10: Für uns auch Martin oder schon?

00:41:12: Also natürlich, das ist ja immer so ein bisschen so als Rhetorisches.

00:41:17: Es geht ja noch mal drum um am Schluss den Finger in die Wunde zu legen und tatsächlich nochmal Werbung zum machen fürs Thema weil es wie du schon gesagt hast liebe Hannah ein sehr... ...wichtiges Thema ist.

00:41:26: Das heißt gute Versorgung ist viel mehr als das was man ganz häufig so in Kliniken drunter versteht oder was vielleicht die... ...die Masse vielleicht auch an Menschen die so vielleicht von außen drauf schauen auf das Thema vielleicht gar nicht so im Blick hat, dass es da auch Menschen gibt eben die vielleicht primär sekundär oder auch tatsächlich belastet sind und die man präventiv gut unterstützen kann.

00:41:47: Ja wir sind schon fast am Abschluss.

00:41:49: Hannah gibts da irgendwas vielleicht anschluss wo du sagen würdest das hatte ich so richtig überrascht bisher zum Stand jetzt in deiner Forschung.

00:41:57: also gibts irgendwas wurde gedacht hast?

00:41:59: Nee aus meiner Berufserfahrung nee... Das hat mich wirklich surprised.

00:42:05: Ich glaube überraschte tatsächlich Eigentlich nicht, aber ich finde es bemerkenswert, dass egal mit welchen Personen ich aus dem Kontext auch ins Gespräch komme.

00:42:16: Die alle sagen ja den Bedarf haben wir und wir brauchen eigentlich irgendwie Strukturen die für die Mitarbeitenden, die Patienten und die Zu-und Angehörigen da sind.

00:42:24: Und egal ob jetzt tatsächlich Personen auch aus einem klinischen Versorgungskontext oder externe Personen, die erstmal gar nicht so die Berührungspunkt haben, eigentlich sagen Ja das stimmt Hannah gut, dass du an dem Thema dran bist oder gut dass wir alle an diesem Thema dran sind Weil irgendwie braucht man's.

00:42:39: Und wenn wir mit den Leuten ins Gespräch kommen, die merken... Ja vollkommen recht!

00:42:43: Warum gibt es da noch nichts?

00:42:45: Das finde ich ein schönes, genau einen schönen Schritt in Richtung Zukunft.

00:42:50: Dass das eigentlich da ist, wenn man sich mit den Leute austauscht.

00:42:54: Super, super schönes Schlusswort würde ich sagen an der Stelle auch.

00:43:00: Dann sind wir glaube ich schon am Ende.

00:43:02: oder Georg fällt uns noch was ein?

00:43:04: Was wir deiner Freude haben.

00:43:06: Leider nicht.

00:43:07: Also natürlich hätten wir noch viel Zeit, aber wir müssen dann so ein bisschen immer auf die Zeit schauen, dass ihr das auch gerne noch hört im Auto oder zu Hause wo auch immer ihr seid.

00:43:15: Das heißt es war unsere heutige Folge oder Martin?

00:43:19: Ja vielen Dank dir Hanna, dass du dabei warst und auch dass du von deinen Erfahrungen und deine Perspektive erzählt hast.

00:43:28: Vielen Dank, dass ich dabei sein durfte hat mir unglaublich Spaß gemacht!

00:43:33: Ich freue mich wenn die Folge erscheint.

00:43:36: Ja, wenn auch ihr was aus der Folge mitnehmen möchtet dann vielleicht wirklich so.

00:43:40: das Thema psychosoziale Unterstützung im Krankenhaus ist eben nichts Zusätzliches.

00:43:45: Was man eben neu erfinden muss sondern was eben schon besteht aber eben gut organisiert werden sollte Zeit braucht Struktur braucht und eben wirklich auch zu einer guten Versorgung dazugehört.

00:43:57: Und oft beginnt es mehr mit Aufmerksamkeit für das Thema Mit Anzunehmen von Belastungen mit Strukturen wo man quasi Menschen in schwierigen Situationen begegnet und sie nicht allein lassen will.

00:44:07: Und oft ist es ja so ein Einsatz vielleicht oder eine Situation, die das Ganze nochmal zum Kochen bringt oder so ein Ereignis, dass was einfach vielen im Kopf geblieben ist und wo alle denken, boah jetzt braucht man sowas wirklich dringend.

00:44:23: Wenn auch ihr Fragen habt oder Themen, Ideen aber auch Erfahrungen schreibt sie uns gerne.

00:44:28: Schreibt Sie uns eben per Mail an podcastatcareforyou.team oder aber auch in die Kommentare.

00:44:35: Wir sind fertig für heute.

00:44:37: Ich wünsche dir liebe Hannah einen wunderschönen Tag.

00:44:40: Dir Georg natürlich auch und Ja macht's gut passt gut auf euch auf.

00:44:46: Ihr seid wichtig.

00:44:48: Das war Care For You

00:44:49: Team

00:44:51: Produziert von Georg Johannes Roth und Martin

00:44:54: Schneerzauer.

00:44:56: Wenn dir die

00:44:56: Folge gefallen

00:44:57: hat, dann abonniere den Podcast und teile ihn!

00:45:00: Wenn du Fragen hast

00:45:02: oder Themen

00:45:02: über die wir sprechen sollten,

00:45:04: dann schreib uns per Mail

00:45:06: an podcastatcareforyou.team

00:45:10: Oder ganz einfach über die Kommentare.

00:45:13: Und denk dran Du musst nicht immer stark

00:45:16: sein Aber du darfst lernen gut für dich zu sorgen.

00:45:20: Wir hören uns in der nächsten Folge.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.